Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit WiWo:
Thüringen
Das erste neue Bundesland, das beim Niveau an einem West-Land vorbeizieht!
Im wissenschaftlichen Bundesländerranking 2010 von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche belegt Thüringen mit 55,6 Punkten Platz 4 im Dynamikvergleich aller 16 Bundesländer. Dieser spiegelt die Entwicklung in den Jahren 2006 bis 2009 wieder. Das Bestandsranking informiert über das absolute Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand. Thüringen erreicht hier mit 45,9 Punkten Platz 10 unter 16 Bundesländern. Die INSM-WiWo Studie wurde durchgeführt von Wissenschaftlern der IW Consult in Köln. Sie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote. Lesen Sie hier, wo Thüringen punktet - und wo nicht.Dynamikranking
Stärken
- Die Arbeitsplatzversorgung (Anteil der Erwerbstätigen an allen Einwohnern zwischen 15 und 65) stieg von 2006 bis 2009 um 6,1 Prozentpunkte. Bundesweit waren es 3,1 Prozentpunkte. Rang 1.
- Die Steuerkraft gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie leistungsfähig ein Bundesland wirtschaftlich ist. Je Einwohner stieg sie in Thüringen innerhalb von drei Jahren um 18,5 Prozent. Bundesmittel: 2,3 Prozent. Platz 1.
- Die Produktivität, also das, was jeder Erwerbstätige im Jahr erwirtschaftet, stieg von 2006 bis 2009 um 3,5 Prozent. Rang 2 für Thüringen vor dem Hintergrund eines bundesweiten Anstiegs von 0,5 Prozent.
Schwächen
- Auf Platz 15 liegt Thüringen bei der Einwohnerentwicklung: Das Land erlebte in den Jahren 2006 bis 2009 einen Rückgang von 2,8 Prozent. Im Schnitt sank die Einwohnerzahl bundesweit um 0,1 Prozent.
- Der Anteil der Hochschulabsolventen an allen Beschäftigten (Hochqualifizierte) stieg in Thüringen von 2006 bis 2009 um 0,2 Prozentpunkte. Bundesweit wuchs der Anteil um 0,7 Prozentpunkte. Rang 14.
- Die Exportquote der Industrie in Thüringen stieg von 2006 bis 2009 um 0,9 Prozentpunkte. Bei einem bundesweiten Zuwachs von 2,2 Prozentpunkten belegt Thüringen Platz 13.
Bestandsranking
Stärken
- 65,1 Prozent aller Straftaten wurden im Jahr 2009 in Thüringen aufgeklärt. Bundesweit bewegt sich die Aufklärungsquote bei 55,6 Prozent. Rang 1.
- 6.116 Straftaten je 100.000 Einwohner wurden in Thüringen im Jahr 2009 gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es 7.383. Rang 3 für Thüringen.
- Die Arbeitsplatzversorgung - also der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren - liegt in Thüringen bei 71 Prozent. Bundesdurchschnitt: 70,2 Prozent. Rang 4.
Schwächen
- Das verfügbare Einkommen in Thüringen liegt bei 15.361 Euro je Einwohner im Jahr (2009). Bundesschnitt: 19.071 Euro. Damit erreicht Thüringen Platz 15.
- Auf 1000 Einwohner kommen in Thüringen rechnerisch 32,4 Staatsdiener (2009). Bundesweit liegt dieser statistische Wert bei 29,4. Rang 15.
- Das Bruttoinlandsprodukt, die jährliche Wirtschaftsleistung je Einwohner, beläuft sich in Thüringen auf 21.653 Euro (2009). Im Bundesschnitt sind es 29.406 Euro. Rang 14.
Der Haushalts-Check für Thüringen
Zusätzlich zum Bundesländerranking 2010 veröffentlichen INSM und WiWo einen Länderhaushalts-Check. Die beauftragten Ökonomen haben dabei die Einnahme- und Ausgabesituation aller Bundesländer untersucht.
Thüringen erhielt 5 von 5 möglichen Bewertungspunkten für eine „weit überdurchschnittliche Haushalts-Performance“. In Thüringen belief sich der Saldo im Jahr 2009 auf Minus 87 Euro je Einwohner. Seit 2006 hat sich der Freistaat zwar um 43 Euro je Einwohner verbessert.
Das vollständige Profil als PDF-Download
Hier finden Sie alle Informationen des Bundesländerrankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) über Thüringen. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.



